Das Konzept Lebensorientiertes Reiten

Lebensorientiertes Reiten, Januar 2013

Das Lebensorientierte Reiten ist ein soziales Einzel- und Gruppenangebot, bei dem pädagogisch, therapeutisch und inklusiv gearbeitet wird. Im Umgang mit Menschen und Tieren werden gesellschaftlich konstruierte Grenzen aufgebrochen und Entfaltungsmöglichkeiten erweitert. Unter Betrachtung sozialtheoretischer Erkenntnisse und auf Basis aktueller soziologischer Forschungsergebnisse trägt dieses Konzept in vielerlei Hinsicht zu einer positiven Entwicklung für die Klienten bei. Das Angebot richtet sich an Menschen, die ihre Lebensqualität erhalten oder steigern wollen. Insbesondere spricht es Kinder, Jugendliche und Erwachsene an,

  • die den Kontakt zu Menschen und Tieren wünschen und Interesse an einer persönlichen Weiterentwicklung haben,
  • die in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht haben und nun mit neuem Selbstvertrauen ins Leben starten wollen,
  • die aufgrund einer geistigen und/ oder körperlichen Beeinträchtigung in unserer Gesellschaft benachteiligt sind,
  • die sich in besonderen sozialen Notlagen befinden und am Rande der Gesellschaft stehen oder von Vereinsamung bedroht sind,

    und

  • die als verhaltensauffällig oder schwererziehbar gelten.
Nicht zuletzt können durch das Lebensorientierte Reiten auch Probleme des Schulalltags bearbeitet werden. In Interaktion mit dem Pferd können Blockaden gelöst und Lernlücken aufgearbeitet werden. Zusammen mit den Kindern werden hierfür Lösungen entwickelt und umgesetzt. *

*Zum Erlernen des Umgangs mit der Uhr, wurde beispielsweise von einer Schülerin die Zahlen von 1-12 auf einzelne Blätter gemalt. Diese Blätter wurden laminiert und an dem Longierzirkel so befestigt, dass der Roundpen sich in ein großes Uhrmodell verwandelte. Nun bewegte sich die Schülerin mit dem Pferd als Uhrzeiger innerhalb des Kreises und erfüllte bei bestimmten Uhrzeiten bestimmte Aufgaben. So gelang es spielerisch und nachhaltig eine lebenspraktische Fähigkeit zu erlangen.

1. Grundhaltung

2. Indikation

3. Ansatzpunkt

4. Wirkungsweise

5. Theoretische Verortung

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