Das Konzept Lebensorientiertes Reiten

Lebensorientiertes Reiten, Januar 2013

Eine Lebenseinstellung als Handlungskonzept

Freiheit, Gleichheit, Solidarität - Diese Schlagwörter sind spätestens seit der französischen Revolution Ausdruck einer Forderung, die alle betrifft, und beschreiben das Grundbedürfnis aller Lebewesen. Verstehen und verstanden werden ist hier ein elementarer Bestandteil. Eine Aufgabe des Alltags aller Menschen ist es, sich in seiner Lebenswelt zu finden, sich zu strukturieren und sein Umfeld entsprechend zu gestalten. In der Entwicklung mangelt es oft an Unterstützung von außen, um seine Welt kennen und deuten zu lernen. Erst, wenn die unmittelbare Umwelt verstehbar ist, wird sie zur eigenen Welt des Individuums. Dadurch wird soziale Eingliederung möglich. Lebensorientierung wirkt bei diesem Prozess ein und trägt somit positiv zu persönlichen Entfaltung bei. Dem Konzept der Lebensorientierung liegt ein hohes Maß an Wertschätzung zu Grunde. Es folgt der Überzeugung, dass Individualität eine notwendige Ressource ist. Es gibt nicht ein bestimmtes Schema, nachdem alles funktionieren muss, denn viele verschiedene Wege führen zu einem gemeinsamen Ziel. Um erfolgreich zu sein bedient sich dieser Ansatz vieler ausgewählter Methoden. Hinsehen, zuhören, einfühlen, verstehen und bestärken sind wichtige Grundpfeiler für diesen ganzheitlichen Ansatz. Sowohl gegenüber des Partners Pferd, als auch im Umgang mit Menschen. Statt zu bewerten, zu diagnostizieren, zu korrigieren und zu behandeln liegt beim Lebensorientierten Reiten die Priorität darauf, das Individuum darin zu unterstützen ein für alle Seiten zufriedenstellendes Ergebnis zu finden.

Anders sein gehört zur Normalität und stellt keinen Grund für sozialen Ausschluss dar, denn es ist möglich die Bedingungen zu schaffen, die nötig sind um innerhalb des vorgegeben Rahmens erfolgreich bestehen zu können und sich konstruktiv ein zu bringen. Vielleicht gelingt es mir mit dieser Seite Impulse zu setzen und ein etwas anderes Bild über die Potenziale der Arbeit mit den Pferden zu geben.

Der Mensch wird zu dem Ich, dessen Du wir ihm sind

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