Das Konzept Lebensorientiertes Reiten

Lebensorientiertes Reiten, Januar 2013

Wo setzt Lebensorientiertes Reiten an?

Das Lebensorientierte Reiten versucht die Persönlichkeit des Einzelnen so zu stärken, dass er dem Druck der Gesellschaft nicht schutzlos ausgeliefert ist. Und er sich im Rahmen seiner Möglichkeiten dem gesellschaftlichen Leben aktiv anschließt. Es geht also nicht darum, sich dem gesellschaftlichen Druck zu beugen und Menschen auf die von Industrie und Wirtschaft festgelegte Ansprüche anzupassen (Therapeutisierung). Abweichungen werden nicht zum vorrangigen Persönlichkeitsmerkmal gemacht(Stigmatisierung). Ziel ist es, Entfaltungsmöglichkeiten zu schaffen und die eigene Motivation zu fördern. Das Lebensorientierte Reiten vertritt das humanistische Menschenbild und erkennt jedes Lebewesen in der Einheit von Körper, Seele und Geist. Es baut Brücken und eröffnet Zugänge zum Perspektivenwechsel. Durch den Umgang mit den Lebewesen werden Reflexionsmethoden geübt. Das Pferd spiegelt das Erscheinungsbild. Die eigenen Einflussmöglichkeiten werden erkennbar und Problemlösungstechniken werden entwickelt. Es versteht sich wie von selbst, dass beim Lebensorientierten Reiten jeder für sich bestimmen kann, welche persönlichen Ziele er verfolgt und in welcher Form sie umgesetzt werden. Es gibt gute Gründe dafür die Wechselwirkungen von Subjekt, Lebenswelt und Umfeld zu analysieren um dort anzusetzen, wo kritische Momente auftreten. Oft wird das Verhalten sehr von äußeren Zuschreibungen geprägt. Diese Muster auf zu zeigen und zu brechen ist eine wichtige Aufgabe von Lebensorientierten Reiten. Die persönliche Vorgeschichte findet Beachtung, Enttäuschungen, Verluste, Trauer, und Ängste haben ihren Platz und werden bei Bedarf thematisiert.

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